Wir sind noch da!

Herzliche Grüsse aus Guatemala! Dass man (zumindest auf diesem Kanal) nichts von uns hört, hat einen grossen Grund. Unser Laptop ist seit einigen Wochen kaputt. In Mexiko konnten wir ihn nicht flicken lassen, weil die da ziemlich lahm waren und wir das Land verlassen mussten. Denn unsere 180 Tage Aufenthaltsdauer waren gezählt. Nach den Visa-Schwierigkeiten mit Belize entschieden wir uns, direkt nach Guatemala zu reisen. Das hiess aber, innert drei Tagen 1400 Kilometer runterzufahren.

Vorher haben uns noch Gabs‘ Eltern für zwei Wochen auf der Yucatan-Halbinsel besucht. Wir hatten eine fantastische Zeit und waren sehr dankbar, dass sie uns verschiedene wichtige und gute Sachen von Zuhause mitgebracht haben. Zum Beispiel eine neue Kamera, die wir gekauft haben und zu ihnen schicken liessen. Oder Kontaktlinsen für Sandro. Und ganz viel Käse!

Momentan scheinen wir eine kleine Pechsträhne zu haben mit all den Sachen, die gestohlen wurden oder kaputt gegangen sind. Der Laptop wird uns etwa 500 Dollar kosten, etwas mehr kostete die neue Kamera. Dazu ging im Bus noch eine Tür kaputt, die uns aber ein Schreiner in Antigua wieder zusammengebaut hat (dies für keine 10 Dollar bei fast zwei Stunden Arbeit). Aber natürlich lassen wir uns nicht unterkriegen, denn uns geht es gut und Luz sonst auch.

In Guatemala fuhren wir direkt nach Antigua, wo wir gleich eine Woche blieben. Ein Traum von einer Stadt, auch wenn alles etwa doppelt so teuer ist als in Mexiko. Dort leben nun auch unsere Velos, die wir einer lokalen Organisation geschenkt haben. Diese loszulassen, hat uns auch gleich dazu inspiriert, den Bus auszumisten. All diese Dinge (ein ganzer IKEA-Sack voller Schuhe, Küchensachen, etc.) haben ein neues Zuhause bei der Touristenpolizei gefunden, welche so nett ist, und Overlander gratis auf ihrem Gelände übernachten lässt.

In Guatemala City wollten wir unseren Laptop endlich abgeben, doch das Glück war nicht mit uns: ein Laden war zu und der andere „coming soon“. Also direkt weiter zum Rio Dulce und nach Flores. Dort hätten wir Freunde treffen sollen, doch leider ist einer von ihnen Liechtensteiner (wie Gabi) und durfte nicht aus Belize ausreisen. Sehr schön: die einen dürfen nicht rein und die anderen nicht raus.

Nach zwei sehr schönen Tagen im wunderschönen Los Amigos Hostel sind wir gestern nach Tikal gefahren. Dort übernachteten wir beim Eingang und waren morgens um 6 Uhr die vierte und fünfte Person, die die Anlage betraten. Das war es wirklich wert (obwohl wir sowieso Frühaufsteher sind), denn wir waren während zwei Stunden ganz alleine unterwegs. Nur wir, viele Affen, einige Tucane und Papageien. Wunderschön in den (kühlen) Morgenstunden!

Diese Zeilen schreiben wir aus einem weiteren kleinen Paradies mit Baumhäusern: der Finca Ixobel, etwa 150 Kilometer südlich von Tikal. Weiter geht es in Richtung Hauptstadt (ja, der Laptop) und dem Lago Atitlan. Und dann wohl nochmal nach Antigua, weil super!

Dies wurde jetzt doch ein längerer Text als gedacht. Man denkt, am iPad schreiben sei mühsam, aber wenn man mal dran ist, gehts. Wir hoffen, uns bald wieder zu melden. Uns gehts gut und wir sind dankbar, dieses Leben leben zu dürfen.

Auf Facebook und Instagram gibt es übrigens fast täglich Fotos und Neues von der Reise. Uns findet man unter – erraten – vanabundos. Von dort kommen auch die folgenden Fotos: 1. Tikal, 2. Los Amigos in Flores, 3. Puerto Artista, der letzte Tag in Mexiko.

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