Wie man anfängt, weniger zu haben und mehr zu sein

Wie schon hier beschrieben, inspiriert uns der Van sehr dazu, den eigenen Besitz zu minimieren. Denn man realisiert schnell, dass es wirklich nicht mehr braucht zum Leben, als ein paar Quadratmeter und die Dinge, die dort hineinpassen. Ganz automatisch haben wir begonnen, uns zuhause eine Ecke nach der anderen vorzunehmen. Es klingt übrigens sehr viel anstrengender, als es ist.

Bali Minimalism

Erfahrungen statt Zeug! Sandro in Bali am Strand, Gabi an der Lomo.

Fang im Kleinen an!

Es macht nicht viel Sinn, sich voll ins Ausmisten hineinzustürzen. Unser Tipp: Sobald du in deinem Innersten wirklich weniger besitzen willst, wirst du automatisch entrümpeln wollen. Also gib dir ruhig etwas Zeit, um dich an den Gedanken zu gewöhnen. Irgendwann wirst du nach Hause kommen und die Dinge werden in hohem Bogen aus den Schränken fliegen.

Wenn es soweit ist, wirst du auch viel radikaler sein und Dinge wegtun, die du in einer halblustigen Aktion wohl behalten hättest.

Das kannst du noch heute machen

a.k.a. das haben wir als Erstes gemacht

  • Niemand braucht 25 Nagellacke. Geh heim, wähle 1-3 aus und verschenke morgen alle anderen.
  • dasselbe gilt für jede Art von Kosmetika und Körperpflege (du hast das Badesalz ein Jahr lang nicht genutzt? Dann wirst du es auch in Zukunft nicht tun).
  • Wirf endlich diese alten Unterhosen weg, die du schon seit 15 Jahren hast – Nostalgie ist in Sachen Unterwäsche fehl am Platz.
  • dasselbe gilt für Socken (und vor allem für Socken, die schon seit dem letzten Schaltjahr Single sind – der zweite wird nicht wieder auftauchen).
  • Denke an deine elektronischen Gegenstände: Mixer, Eierkocher, Kaffeemaschine. Stehen sie seit Monaten in der Ecke und fangen Staub? Abputzen, Foto machen, ins Internet stellen.
  • Die Pflanze in der Stube hat das Zeitliche gesegnet? Wirf sie jetzt weg und nicht morgen.
  • Online-Entrümpelung: Setz dich schnell fünf Minuten hin und bestelle alle Newsletter ab, die du ohnehin nicht nutzt.

Du musst nicht alles wegschmeissen

Keine Angst, du wirst jetzt nicht unter Tränen all deine liebsten Dinge wegtun müssen. Das macht natürlich auch nicht gerade glücklich. Nimm dir zuerst die Dinge vor, die sinnvoll sind. Je mehr du machst, desto mehr wirst du auch loswerden wollen. Aber gib dir die Zeit.

Und entscheide auch bewusst, wenn du etwas behalten willst! Gabriella will in Zukunft zum Beispiel auf keines ihrer Bücher verzichten. Ihre Bibliothek ist mehr, als nur Material. Dasselbe gilt für eine von Sandros Gitarren. Denn darum geht es ja am Ende: Das man gewisse Dinge bewusst hat – und andere eben bewusst nicht.

Die Vorteile davon, weniger zu besitzen

Gabriella beschreibt es am liebsten so: „Man hat das Gefühl, das Leben wieder im Griff zu haben“. Sobald sich eine weitere Ecke lichtet, hat man in der Wohnung mehr Luft zum Atmen. Je klarer eine Wohnung ist, desto klarer auch der Kopf. Probier es aus!

Ein weiterer Vorteil: Du wirst auch automatisch weniger kaufen. Das ist nicht nur für die Umwelt gut, sondern auch für deinen Geldbeutel – denn der kann sich jetzt darauf konzentrieren, dir Erfahrungen zu schenken.

2 Kommentare

Kommentare sind geschlossen.