Waldbrand in Big Sur

Ende Juli hatte uns jemand erzählt, dass in Big Sur ein schrecklicher Waldbrand wütet. Ich (Gabs) war schon einmal da und es ist einer der Orte, auf die ich mich am meisten auf dieser Reise gefreut hatte. In der Zwischenzeit hatten wir die Sache schon wieder vergessen, keine News gecheckt und unseren Aufenthalt hier sowieso kein Stück weit geplant. Wir fuhren, spontan wie meistens, in südliche Richtung aus Santa Cruz, als wir heute morgen eine Art Nebel sahen, der nicht wie Nebel aussah. Es war Rauch.

Je näher wir in Richtung Big Sur fuhren, desto klarer wurde: Das werden wohl nicht die entspannten Tage im dichten Wald oder an versteckten Stränden. Big Sur ist wie ausgestorben. Die National Forests und State Parks sind alle geschlossen, mit ihnen die Campingplätze. Auf den Strassen ist fast nichts los, obwohl es Sonntag ist. Und überall riecht es nach Rauch. Das Feuer brennt noch immer, nach fast 60 Tagen.

Es ist gespenstisch ruhig und still. Wir holen uns einen Kafi in einem Shop, welcher für die Fire Fighters gratis ist. Weiter unten hat jemand ein Schild gemalt: Thank you Fire Fighters. Jetzt wissen wir auch, was das Fire Camp im Eingang soll. Dort wohnen wohl Evakuierte und Feuerwehrleute während ihrer Einsätze.

Wir können nichts tun und fahren mit einem mulmigen Gefühl weiter. Nur wenige Kilometer später, fahren wir an einen offenen Campingplatz, der direkt am Meer liegt. Die Aussicht ist fantastisch. Wir geben uns ein Bad im Flüsslein, das hier in den Ozean fliesst und lassen uns vom Morgennebel einlullen.

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