Trefft ihr viele andere Reisende?

Ja, wir haben schon viele Van-Reisende getroffen. Es kommt immer etwas auf den Ort an. Gewisse Campingplätze sind so bekannt, dass alle dort landen, die gerade in der Nähe sind. Andere Male sind wir auch wochenlang unterwegs, ohne jemanden zu treffen. Wir freuen uns immer über Austausch und noch mehr, wenn wir gewisse Leute zufällig wieder treffen. Am schönsten ist es, wenn man sich gut versteht und auch eine Weile zusammen auf dem Platz bleibt. Dann entstehen schöne Nachbarschaftsfreundschaften, die wir unglaublich schätzen.

Instagram gibt einem die Möglichkeit, die Reisen der anderen weiterhin mitzuverfolgen: Was machen eigentlich die beiden? Und wo ist der gerade dran? Sandro stöbert auch regelmässig in den Blogs von unseren neuen Freunden herum.

Nachdem wir die ersten Schweizer Paare getroffen hatten, fiel uns auf, dass sich die allermeisten untereinander kennen und austauschen. Da kommt man sich manchmal (auf eine wunderbare Art und Weise) vor, als wäre man immer noch daheim: Der ist schon weitergefahren nach Nicaragua! Nein, nein, die verschiffen erst im August nach Kolumbien! Jener hatte imfall einen Motorschaden! Ah, die beiden sind zurück in die Schweiz zum Skifahren!

Insgesamt kann man sagen, dass wir unter Overlandern oft zu den Jüngsten gehören. Wir dachten schon oft, dass es uns freuen würde, mehr Leute in unserem Alter zu treffen. Nicht dass wir die Älteren nicht mögen – die Themen sind einfach andere. Sie haben oft ihr Leben lang hart gearbeitet und erfüllen sich jetzt den Traum von der Panamericana. Wir hingegen wollen diesen Traum nicht ans Ende setzen. Darum ist es immer inspirierend zu sehen, wie Gleichaltrige das lösen.

Dieser Beitrag stammt aus unserem eBook Leben und Reisen im VW-Bus – 100 Fragen und Antworten nach einem Jahr unterwegs in Nord- und Mittelamerika, welches am 18. Juli erscheint.

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Pizza-Party mit unseren Nachbarn am Lago Atitlan.