Fails im Yosemite

Nachdem wir uns vom Burning Man wieder etwas erholt hatten und doch länger in Reno geblieben sind als gedacht, freuten wir uns, den Yosemite Nationalpark für ein paar Tage zu besuchen. Vor uns standen nicht nur ein paar Stunden Fahrt mit atemberaubenden Eindrücken und Aussichten, sondern auch eine bemerkenswerte Aneinanderreihung von Fails, wie nur wir sie hinkriegen.

Voller Vorfreude kauften wir frisches Obst und Gemüse ein, um den Aufenthalt in der Natur möglichst gemütlich zu gestalten. Gesagt, getan und nach getätigtem Einkauf fuhren wir nochmals zurück in unser Lieblingscafé am Fluss in Reno, um die Morgensonne bei Kaffee zu geniessen. Nachdem wir die Strecke geplant haben fuhren wir denn auch los. Die Route führte uns über wundervolle Passagen bis zum fabulösen Mono Lake, einem Speichersee, der Los Angeles mit Trinkwasser versorgt. Kurz danach erwischten wir einen der letzten Campingplätze und wir nutzten die Gelegenheit, um endlich wiedermal richtig zu duschen und auch Luz eine richtige Innenreinigung zu verpassen. So weit, so gut. Wir waren also ready für das Weiterplanen – und was wir noch nicht wussten, für eine bemerkenswerte Pannenserie.

1. Die Weiterfahrt: Wo zum Geier ist die Strassenkarte? Wir haben sie wohl bei unserem Lieblingskaffee zusammen mit dem Altkarton entsorgt. Jänu, wir kaufen eine neue.

2. Nach Ankunft im Yosemite Park und voller Vorfreude auf das frische Essen: Food gefroren! Beim Putzen erwischte Sandro wohl den Temperaturregler von der Kühlbox. Wir tauen also unsere Einkäufe an der Sonne auf und müssen unser gesamtes Gemüse sofort verkochen.

3. Nach der ersten Nacht: kein Strom mehr. Das temporäre Umfunktionieren von der Kühlbox zum Gefrierschrank hat ordentlich Energie gekostet und im Schatten des Waldes hat es leider nicht so viel Solarstrom gegeben. Das heisst: Am Abend gibts nur Licht von Gabis Flamingo-Lichterkette (was ihr natürlich Anlass gab, diesen tollen Einkauf mehrere Male zu loben). Dies ist auch der Grund, warum dieser Post fast keine Fotos beinhaltet – der Kamera-Akku konnte nämlich auch nicht geladen werden.

4. Während der Wanderung zum Dewey Point mit super Aussicht auf das Yosemite Valley: Wo zum Teufel ist die Wanderkarte? Auch die blieb irgendwo auf dem Wanderweg liegen. Wir fanden den Weg trotzdem zurück.

5. Morgendlicher Ausflug zum Glacier Point mit Luz: Wir wurden beinahe von einem amerikanischen Wohnmobil abgeschossen, das bei der Passfahrt den gesamten Platz auf der Strasse in bemerkenswerter Geschwindigkeit für sich beanspruchte. Das liegt wohl daran, dass die Amis nur in der Horizontalen Auto fahren lernen und Passtrassen nicht kennen. Gabi nahm bis jetzt seit diesem Schock nur noch auf dem Beifahrersitz Platz.

6. Blick aufs Yosemite Valley vom Aussichtspunkt aus: Waldbrand. Viel Rauch, wenig Aussicht. Beim anschliessenden Kaffee im Tal unten verdichtete sich der Rauch noch stärker.

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Wir haben einen Camping-Schaukelstuhl!!

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Luz stromlos.

Aber: Schön wars! Wir sind dann trotzdem in die Stadt zurück geflüchtet. Namentlich: San Francisco!