Die ersten Wochen

Man hat nicht allzu viel von uns gelesen, seit wir am 18. Juli in Zürich das Flugzeug bestiegen haben. Luz war nicht da und Internet auch nicht wirklich. Und wir haben uns zuerst einmal Zeit gelassen, um anzukommen. Das war ziemlich einfach, zumal uns unsere Freunde Noëlle und Andi einen wunderbaren Einstieg ins Nomadenleben gaben, in dem sie uns hinten in ihren Van packten und wir während zehn Tagen gemeinsam die Olympic Peninsula bereisten.

Wir liessen also den Verkehr und Seattle hinter uns und tauchten tief ein in die Wälder des Olympic National Park. Alle paar Tage reisten wir einen Campingplatz oder einen See weiter und genossen die gemeinsamen Abende am Lagerfeuer. Wir schliefen in dieser Zeit im Zelt, dem Gästezimmer der beiden. Es klingt alles etwas friedlicher, als es schlussendlich war, denn wir mussten so gut wie täglich auf die Suche nach einer Internetverbindung gehen, da wir auf Neuigkeiten bezüglich unseres Vans waren. Wir wussten, dass er bereits im Hafen war, doch wir warteten noch auf die Zollfreigabe.

Diese war dann eines morgens endlich da. Wir düsten zum Hafen nach Tacoma und einen Tag später konnten wir Luz mit einigen Umwegen in Empfang nehmen. Den letzten gemeinsamen Abend verbrachten wir mit unseren Freunden am Cannon Beach and der Küste Oregons umringt von Albino-Häschen, von denen wir leider keine Fotos gemacht haben. In Portland verabschiedeten wir uns nach zwei Wochen voneinander, denn sie machen sich auf in Richtung Alaska. Besser hätten wir wirklich nicht in diese Reise starten können. Wir sind extrem dankbar!

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Der Blue Van unserer Freunde und Luz – kaum vereint, schon wieder getrennt <3

Im fliegenden Wechsel besuchte uns unsere Freundin Zanet in Portland, wo wir die folgenden 10 Tage verbringen. Sie – unsere erste Passagierin – schlief bei einem Freund und wir bei ihnen in der Einfahrt. Sie ist mittlerweile zurück in San Francisco, wir sind noch immer hier, essen viel und geniessen die warmen Temperaturen und die Internetverbindung. 

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Die VW-Bus-Community hier ist riesig, Luz hat an jeder Ecke einen Bruder oder Onkel. Und wo immer wir hinfahren, sind die Leute natürlich neugierig, woher unser Nummernschild kommt.

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Hier in Portland hatten wir ausserdem Zeit, mal zu waschen und vor allem auch unser ganzes Bettzeug zu reinigen. Nichts einfacher als das in der „Spin Laundry“ – Waschsalon und Café in einem.

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Auf einen Instagram-Tipp hin waren wir ausserdem noch in der „Foreign Engine Service“ Garage, denn wir mussten noch etwas an Luz checken lassen. Wir also da hin gefahren und Jerry machte sich sogleich ans Werk. Sein eigener VW T3 stand vor der Garage und einige andere auch. Wir fühlten uns gleich wohl. Er zog einige Schrauben an und hatte offensichtlich viel Freude an Luz. Er meinte, dass man hier nur noch selten den Originalmotor in solch einem guten Zustand sehe, die meisten hätten mittlerweile einen Subaru-Motor drin. Er gab uns noch zwei, drei Tipps zum Thema Benzin und Vorbereitung auf die Salzwüste in Nevada – und verlangte keinen Cent für seine Arbeit. Wir fuhren sehr glücklich hinaus und Luz lief spürbar geschmeidiger.

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Übers Wochenende fahren wir mit einigen anderen VW-Bus-Besitzern aus der Gegend ans Meer, die haben da anscheinend einen ziemlich coolen Platz zum Campen. Wir sind gespannt!