Kategorie: Preparation

Alles zu Mexico

Nun sind wir schon fast einen Monat nicht mehr in Mexico. Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Wir haben uns zutiefst in das Land verliebt und wären fast nicht in der emotionalen Lage gewesen, die Grenze zu überqueren. Jetzt, mit etwas Abstand, wird einem klarer, warum das so ist. Darum hier eine kleine, persönliche Zusammenfassung zu unserem halben Jahr in Mexico.

Aufenthaltsdauer Mensch
Wer nach Mexico einreist, erhält problemlos 180 Tage Aufenthalt. Wir haben die Dauer fast komplett ausgereizt. Tatsächlich sind wir ungefähr eine Woche vor Ablauf zum Migrationsamt und haben gefragt, ob wir nicht verlängern könnten. Man teilte uns nett mit, dass es keinen legalen Weg gibt, das zu tun. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, aus- und einige Tage später wieder einzureisen. Aus heutiger Sicht sind wir froh, dass es nicht funktioniert hat, sonst wären wir wohl stracks zurück nach Zipolite gefahren und nie wieder von der Hängematte aufgestanden. Weiterlesen

Was stimmt nicht mit mir?

Wir sind so verwöhnt. Es wäre uns, nach kurzer Recherche, nicht in den Sinn gekommen, dass wir für das eine oder andere Land auf dieser Reise ein Visum brauchen könnten. Der Schweizer Pass ist einer der besten der Welt, und was für den Schweizer gilt, das gilt in den allermeisten Fällen auch für die Liechtensteinerin. Nichts, was man hinterfragen würde. Nun wurden wir glücklicherweise schon vor einiger Zeit von anderen Reisenden darüber informiert, dass ich als Liechtensteinerin ein Visum für Belize brauche. Sandro der Schweizer nicht. Alles klar. Weiterlesen

Money Talk – 3 Monate USA

Dass unsere Reise in den USA beginnt, war bewusst so geplant. Denn wie man sich vorstellen kann, ist dies das teuerste Land auf diesem Roadtrip. Wir dachten: Lieber geben wir am Anfang mehr Geld aus, in günstigeren Ländern kann man hinten raus besser sparen.

Diese Zeilen schreibe ich bereits aus Mexiko, wo wir vor zwei Tagen angekommen sind. Das ist eine gute Möglichkeit, über Geld zu reden. Denn es ist auch das Thema, auf das wir am meisten angesprochen werden. Als erstes wollen wir die häufigsten Fragen klären: Weiterlesen

So verschifft man einen Van an die US-Westküste

Viele fragen uns, warum wir unseren Van nicht an der US-Westküste kaufen, wenn wir dort unsere Reise starten. Wir haben – um ehrlich zu sein – wirklich nur sehr beschränkte Ahnung von Autos und deren Technik. Deshalb wollten wir den Van hier kaufen, parat machen, kennen lernen und schliesslich verschiffen. Zudem kann das meiste Equipment mitgegeben werden. Hier haben wir mal die wichtigsten Dinge aufgelistet, die man bei einer Roll-on-Roll-off Verschiffung beachten muss – und unsere eigenen Erfahrungen und Adrenalinkicks bei der Abgabe des Vans. Gegen eine Container-Verschiffung haben wir uns aus Kostengründen entschieden und auch, weil die Organisation ein grosses Stück aufwändiger wäre. Weiterlesen

Adios Traumwohnung!

Heute geben wir unsere Wohnung ab. Wer schon einmal bei uns daheim war, weiss, dass diese Wohnung ein absoluter Glückstreffer war. Die Lage war perfekt, die Dachterrasse ein Traum und das Raumgefühl aussergewöhnlich. Wir müssen oft darüber lachen; aber den Menschen muss sie auch gefallen haben, denn wer in der Wohnung war, ging selten schnell wieder.

Viele fragen uns, ob wir die Wohnung während unserer Reise nicht untervermieten wollen. Das war zunächst auch der Plan. Denn wer Zürich kennt: In der Stadt gibt es weniger freie Wohnungen als Badetuch-Plätze am oberen Letten im Hochsommer. Weiterlesen

Impfungen sind scheisse

Eine Pflichtveranstaltung, die man besuchen muss, wenn man eine Reise wie unsere in Angriff nimmt, ist die beim Tropenarzt. So machen wir uns also auf den Weg und denken easy peasy, geht sicher fix, die sind sich doch Leute wie uns gewohnt.

Die Ärztin holt uns im Warteraum ab und hat einen Blick drauf wie „Oi, schon wieder so ein Päärli, das zwei Wochen nach Bali geht und sich ins Höschen macht vor lauter Viecher“. Als wir ihr von unserem Vorhaben erzählen, knallt ihr fast die Kinnlade auf den Tropenarzttisch – damit hat sie nicht gerechnet. „ÜBER EIN JAHR?!!!“ schreit sie uns an und wir nicken so und fühlen uns ziemlich exotisch. Weiterlesen

Die häufigsten Reaktionen auf unsere Reise

Letztens ist uns aufgefallen, dass wir oft dieselben Fragen zu unserer Reise gestellt bekommen. Oft haben diese nichts mit dem Vorhaben an sich zu tun, sondern mit Sicherheitsbedenken, Karriereängsten und Geldsorgen.

Also dachten wir, dass wir die häufigsten sammeln und unsere Gedanken dazu teilen. Nicht, um die Menschen zu kritisieren, sondern um zu zeigen, dass dahinter oft die eigenen Probleme und Ängste stehen. Wer es persönlich nimmt, ist selbst schuld.  Weiterlesen

Wie man anfängt, weniger zu haben und mehr zu sein

Bali Minimalism

Wie schon hier beschrieben, inspiriert uns der Van sehr dazu, den eigenen Besitz zu minimieren. Denn man realisiert schnell, dass es wirklich nicht mehr braucht zum Leben, als ein paar Quadratmeter und die Dinge, die dort hineinpassen. Ganz automatisch haben wir begonnen, uns zuhause eine Ecke nach der anderen vorzunehmen. Es klingt übrigens sehr viel anstrengender, als es ist. Weiterlesen

Wie wir den perfekten
Camper gefunden haben

VW T3 Syncro

Ein Van kommt ja nicht einfach so in das Leben eines Menschen. Dies ist die Geschichte, wie und warum wir uns für Luz und ein teilweises Leben auf Rädern entschieden haben.

Am Anfang war die Wohnung. Eine tolle Wohnung! Das Problem: Sie steht immer am gleichen Ort. Die zwei Wochen Bali Anfang 2015 haben uns gezeigt, wie befreiend es ist, in den Ferien mit dem eigenen Gefährt unterwegs zu sein. Wenn wir weiterfahren wollten, sind wir gefahren – wenn nicht, dann nicht. Wir haben Orte gesehen, die wir niemals gefunden hätten, wenn wir danach gesucht hätten. Zuhause hatten wir zwar auch ein Auto, aber uns war schnell klar, dass wir auch in Sachen Schlafplatz unabhängig sein wollten. Also machten wir uns Mitte 2015 auf die Suche nach einem Camper, einem kleinen Wohnmobil, einem Zuhause auf Rädern.

Doch einen solchen zu finden, erwies sich als schwieriger als gedacht: Welche Marke? Wie alt darf er sein? Mit oder ohne Hochdach? Wie viele Sitz- und Schlafplätze brauchts? Welche Grösse ist ideal? Ist Allrad nötig? Und was zum Teufel kostet ein gescheites Gefährt? Weiterlesen