Alle Artikel von vanabundos

Trefft ihr viele andere Reisende?

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Ja, wir haben schon viele Van-Reisende getroffen. Es kommt immer etwas auf den Ort an. Gewisse Campingplätze sind so bekannt, dass alle dort landen, die gerade in der Nähe sind. Andere Male sind wir auch wochenlang unterwegs, ohne jemanden zu treffen. Wir freuen uns immer über Austausch und noch mehr, wenn wir gewisse Leute zufällig wieder treffen. Am schönsten ist es, wenn man sich gut versteht und auch eine Weile zusammen auf dem Platz bleibt. Dann entstehen schöne Nachbarschaftsfreundschaften, die wir unglaublich schätzen.

Instagram gibt einem die Möglichkeit, die Reisen der anderen weiterhin mitzuverfolgen: Was machen eigentlich die beiden? Und wo ist der gerade dran? Sandro stöbert auch regelmässig in den Blogs von unseren neuen Freunden herum.

Nachdem wir die ersten Schweizer Paare getroffen hatten, fiel uns auf, dass sich die allermeisten untereinander kennen und austauschen. Da kommt man sich manchmal (auf eine wunderbare Art und Weise) vor, als wäre man immer noch daheim: Der ist schon weitergefahren nach Nicaragua! Nein, nein, die verschiffen erst im August nach Kolumbien! Jener hatte imfall einen Motorschaden! Ah, die beiden sind zurück in die Schweiz zum Skifahren!

Insgesamt kann man sagen, dass wir unter Overlandern oft zu den Jüngsten gehören. Wir dachten schon oft, dass es uns freuen würde, mehr Leute in unserem Alter zu treffen. Nicht dass wir die Älteren nicht mögen – die Themen sind einfach andere. Sie haben oft ihr Leben lang hart gearbeitet und erfüllen sich jetzt den Traum von der Panamericana. Wir hingegen wollen diesen Traum nicht ans Ende setzen. Darum ist es immer inspirierend zu sehen, wie Gleichaltrige das lösen.

Dieser Beitrag stammt aus unserem eBook Leben und Reisen im VW-Bus – 100 Fragen und Antworten nach einem Jahr unterwegs in Nord- und Mittelamerika, welches am 18. Juli erscheint.

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Pizza-Party mit unseren Nachbarn am Lago Atitlan.

Alles zu El Salvador

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Aufenthaltsdauer

El Salvador gehört zu den CA4-Ländern. Für diese Länder (Guatemala, El Salvador, Honduras, Nicaragua) gibt es leider nur drei Monate insgesamt. Da wir schon fünf Wochen in Guatemala waren, mussten wir etwas Gas geben. El Salvador ist ohnehin ein kleines Land.

Route

Valle Nuevo – Ruta de las Flores – Playa Dorada – Playa El Zonte – Playa El Tunco – Vulkan Santa Ana – Sichitoto – San Ignacio

Orte

Nach dem Grenzprozedere begann das Abenteuer im gefährlichen El Salvador. Wir haben uns aber von Anfang an sehr wohl gefühlt: Die Strassen sind in Top-Zustand, die Landschaft präsentierte sich auf der Ruta de las Flores in sattem Grün, wenig Verkehr, wenig Abfall. Wir wollten direkt an die Pazifikküste im Norden (bekannt für seinen schwarzen Sand) und suchten uns den hübschen Campground El Cocolito aus, der von einer netten Familie betrieben wird (wir wurden täglich mit frischen Früchten beschenkt und revanchierten uns mit einem Schweizer Sackmesser). Die Surfermekkas El Zonte und El Tunco checkten wir nur en passant aus – zu mühsam, um mit dem Van zu campen, weil sich die Möglichkeiten nur auf Stellplätze auf Asphalt beschränkten und wir uns sonst selber backofisiert hätten. Die Route führte schliesslich weiter auf den Vulkan Santa Ana, den wir aber leider wegen dem dichten Nebel nicht besteigen konnten. Dort übernachteten wir im Campamento Helvetico, das uns beim Vorbeifahren neugierig gemach hatte. Schweizerisch war dort nur der Besitzen, der wir nicht kennenlernten. Weiter ging es in den wirklich hübschen Ort Suchitoto, wo wir uns auf dem Markt mit Frischem eindeckten. Kurz vor der Grenze zu Honduras übernachteten wir übers Wochenende in einem Hotelpark bei San Ignacio. Das klingt nach viel, wurde aber alles innert weniger als zehn Stunden gesamt abgefahren. El Salvador ist wirklich klein.

Benzin, Strassen und Autofahren
El Salvador ist ein perfektes Land für Roadtripfeeling: die kurvigen Strassen sind in bestem Zustand und führen durch die wunderschöne, abwechslungsreiche Landschaft über Berg und Tal, vom Strand auf Vulkane oder durch die bunten, geschäftigen Ortschaften auf der Route. Verkehr auf der Strasse ist moderat. Tankstellen hat es ausreichend und die Preise bewegen sich etwa im Bereich von einem Franken pro Liter. (Bezahlt wird in US-Dollar).

Sicherheit
Ja, man sieht in nahezu allen Läden, öffentlichen Einrichtungen oder auf dem Beifahrersitz von LKWs bewaffnetes Sicherheitspersonal. Aber wir haben uns nie unsicher gefühlt, irgendwie gewöhnt man sich schnell an dieses Bild. Weil die Leute sehr freundlich und aufgeschlossen sind, relativiert sich diese vermeintlich bedrohliche Kulisse recht schnell. Wir waren überrascht, wie gut uns El Salvador gefallen hat!

Wasser
Trinkwasser zu kaufen ist praktisch an jeder Ecke möglich. Leitungswasser ist okay für Abwasch oder Duschen – aber kann nicht unbehandelt getrunken werden.

Preise
Seit den 90er-Jahren wird mit US-Dollar gezahlt. Das Preisniveau ist um einiges tiefer als in Guatemala und generell günstig.

Fazit
El Salvador hat uns gleich nach dem Grenzübertritt auf Anhieb sehr gut gefallen. Das Land ist etwa so klein wie die Schweiz und die wunderschöne Landschaft ist schnell und einfach zu bereisen mit dem eigenen Fahrzeug. Nicht selten werden El Salvador und Honduras von Panamericana-Reisenden lediglich als Transitländer durchfahren wegen der Sicherheitslage. Wir fühlten uns – wie viele Reisenden die wir getroffen haben – aber sehr wohl und können das Land quasi als kleinen Geheimtipp weiterempfehlen!

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Hallo aus Honduras (unser erstes Video!)

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Uns fiel auf, dass viele von euch vielleicht schon einiges von uns gelesen und Fotos gesehen haben – aber nicht wissen, wie wir bewegt aussehen, oder gar wie unsere Stimmen klingen! Darum gibts hier unser erstes bescheidenes Video aus Honduras. Auf Schweizerdeutsch (bzw. in Gabs‘ Liechtensteiner Dialekt), weil das gerade natürlicher war. Wir fahren jetzt nach Nicaragua, hasta luego!

Alles zu Guatemala

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Aufenthaltsdauer

Guatemala ist das erste der CA-4 Länder, das wir bereisten. Insgesamt darf man im Staatenverbund von Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua 90 Tage verbringen. Dasselbe gilt für das Auto.

Route

Antigua – Rio Dulce – Flores – Tikal – Guatemala City – Chicacao – Lago Atitlan – Chichicastenango – Antigua Weiterlesen

Adios, graue Polster!

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Lange haben wir auf Guatemala gewartet. Wir wussten, dass das der richtige Ort ist, um einen schönen Stoff für unsere Polster zu finden. Ein wichtiges Unterfangen. Denn lange Zeit mussten wir täglich dieses, eher trostlose, hellgrau anschauen.

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In Guatemala angekommen, wurde jede Einheimische genau beäugt: Welches Muster trägt sie? Welche Farben? Könnten wir uns das für den Van vorstellen? Wir suchten uns durch Stoffpyramiden auf Märkten und besuchten viele Orte. In Panajachel am Lago Atitlan wurden wir fast fündig, doch die wollten 35 Quetzales (5 Franken) für den Meter. Etwas zu viel für uns.

In Chichicastenango, am grössten Markt Mittelamerikas, entdeckten wir schliesslich ein Geschäft, das an die 200 Stoffe ausgestellt hatte. Die Wahl fiel nicht leicht. Vor allem, weil der neue Stoff zu unseren bereits vorhandenen, und unsäglich grünen, Decken passten musste.

Glücklich über unsere zehn Meter Stoff (für die Hälfte des Preises in Panajachel) fuhren wir zurück zu unserem Campingplatz am Lago Atitlan. Im Dorf nebenan (San Marcos) war uns bereits eine Dame aufgefallen, die für die Hippies im Ort lustige Westen und dergleichen näht. Sie nahm unsere Polster morgens um 7 Uhr in Empfang und war am selben Tag um 17 Uhr bereits fertig. Und das für 280 Quetzales, inklusive Zipper.

Das war die kleine Geschichte zum neuen Interieur. Wenn wir irgendwo auf der Reise noch einmal über hübschen Stoff stolpern, werden wir wohl ein zweites Set machen lassen.

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10 Dinge, die wir heute besser wissen

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Diese Liste erschien zuerst (leicht gekürzt) im Friday Magazin unter dem Titel So fühlt sich Aussteigen wirklich an. Wir wurden gefragt, die zehn wichtigsten Erkenntnisse und Tipps für die Langzeitreise aufzulisten. Bitteschön:

1. Startdatum festlegen
Das war die schwierigste und wichtigste Entscheidung von allen. Es ist so essentiell, ein Abreisedatum zu fixen. Vorher bringt Planen nicht viel und das Leben hat ganz viele Chancen, dazwischen zu funken. Wir wären wohl heute noch in Zürich in der Hoffnung, noch mehr Geld sparen zu können.

2. Ballast abwerfen
Wir haben unsere (wirklich tolle) Wohnung gekündigt und das Meiste verkauft oder weggegeben. Trotzdem haben wir noch einige Sachen bei unseren Eltern eingelagert. Heute würden wir nicht mit der Wimper zucken, wenn jemand das Zeug aus Versehen abfackelt. Seit wir mit unserem Mini-Haus auf Rädern unterwegs sind, haben wir gemerkt, wie wenig man wirklich zum Leben braucht. Und je weniger man hat, desto weniger will man besitzen.

3. Zeit nutzen
Für uns ist diese Reise sehr viel mehr als eine Reise. Es ist Zeit, die wir uns nehmen, um zu tun was wir wollen. Das heisst für uns lesen, lernen, Skills aneignen, Musik machen und dem Geist den Raum geben, um versteckte Interessen auszuleben. Man kann es sich vorstellen wie eine Weiterbildung, nur dass wir selbst entscheiden, worin wir uns fortbilden. Wir sehen diese Reise als Anfang des Lebens, das wir leben wollen.

4. Adios Ängste
Am Anfang hatten wir Angst vor so ziemlich allem und waren extrem unsicher. Doch wenn man mal unterwegs ist, legen sich die meisten Ängste von selbst ab, weil es nicht anders geht. Wir wollten auf keinen Fall durch Mexico City fahren: prompt die falsche Strasse erwischt und mitten durch die Stadt gefahren. Kein Problem. Viele Leute haben uns vor gefährlichen Regionen in Mexiko gewarnt. Wir hatten dort die beste Zeit. Je länger wir unterwegs sind, desto weniger Angst haben wir – vor allem auch vor der Zukunft.

5. Langsam reisen
Wir haben früh gemerkt: Wenn wir schnell unterwegs sind, geben wir viel Geld aus. Wenn wir aber längere Zeit an Orten bleiben, weniger fahren und uns die Zeit nehmen, um preiswertere Übernachtungsplätze oder Lebensmittel zu suchen, brauchen wir im Schnitt viel weniger Geld. Das heisst: Wenn wir langsamer sind, können wir für nur wenig Geld mehr viel länger unterwegs sein. Ausserdem können wir so Orte, die uns sehr gut gefallen, viel besser kennenlernen und zu unserem temporären Zuhause machen. Deshalb sind wir in acht Monaten auch nur bis Mexiko gekommen. Dabei waren wir fast drei Monate allein in Baja California und einen Monat lang in Zipolite.

6. Durchziehen
Gabriellas Grossmutter hat mehrere Mal gesagt: Ich finde diese Reise wirklich keine gute Idee.Herzig, aber nicht gerade das, was man hören will. Nicht alle teilen die Euphorie und Vorfreude mit einem und das ist nicht immer leicht. Vor allem, wenn Fragen gestellt werden, welche einen selbst verunsichern: Aber warum gleich den Job kündigen? Was passiert mit deinem CV? Willst du die Wohnung nicht doch behalten? Ist das nicht gefährlich? Es ist wichtig, dass man sich nicht hineinreden lässt. Denn spätestens wenn man unterwegs ist, finden alle: Ihr macht es richtig!

7. Abmelden
Wir haben uns abgemeldet und das würden wir sofort wieder tun. Einerseits, weil wir nicht wissen, wie lange wir unterwegs sein werden. Und andererseits, weil Weltreisekrankenkassen sehr viel günstiger sind. Zudem wird Sandro so nicht im Militär aufgeboten, während wir gerade in Guatemala auf einen Vulkan steigen oder so.

8. Lächeln und winken
Ein alter VW-Bus mit dekorierten Velos und einem Schweizer Nummernschild fällt auf. Unsere Strategie, wenn wir angestarrt werden (und uns dabei unwohl fühlen): winken und geradeaus ins Gesicht grinsen. So einfach, so effektiv. Jedes einzelne Mal.

9. Social Media
Die sozialen Medien können fantastisch sein, wenn man nicht seine ganze Zeit in der Facebook-Timeline verplempert. Zum Beispiel gibt es viele Facebook-Gruppen für Panamericana-Reisende oder Digitale Nomaden, die sehr hilfreich sein können bei Fragen und Unsicherheiten. Die App iOverlander und ihre Community hat uns schon oft an tolle Übernachtungsplätze geführt. Auf Instagram haben wir viele andere Van-Reisende kennengelernt und daraufhin auch unterwegs getroffen. Oder Menschen haben uns auf Instagram entdeckt und zu sich nach Hause eingeladen für ein Essen oder eine warme Dusche.

10. Du auch
Hier kommt die wichtigste Erkenntnis von allen. Wir hatten am Anfang dieser Idee kein Geld auf der Seite, keine Ahnung von Autos und waren geplagt von Ängsten. Doch jetzt sind wir hier und wissen manchmal selbst nicht, wie wir das gemacht haben. Aber wir sind überzeugt: Wenn wir zwei Amateure das können, dann kann es wirklich jede und jeder.

Falls sich nach diesen Punkten noch mehr Fragen aufgetan haben: Wir arbeiten gerade an einem E-Book, in welchem wir 100 Fragen beantworten, welche wir zur Reise gestellt bekommen haben. Es wird vermutlich im Juli zum Einjährigen auf unserer Website vanabundos.com veröffentlicht werden.

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Seid ihr schon Alkoholiker?

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Also wenn ich jahrelang auf Reisen wäre, würde ich wohl jeden Tag trinken. Seid ihr nicht schon lange Alkoholiker?

Eine häufig gestellte Frage, die durchaus Berechtigung hat, wenn man uns vor dieser Reise kannte. Alkohol war unser ständiger Begleiter. Nach der Arbeit, an jedem Wochenendtag, zum Runterkommen, zum Wachbleiben, zum Stress abbauen. Es war nicht so, dass wir ihn gebraucht hätten, aber er gehörte dazu. Das verurteilen wir heute auch nicht, denn wir hatten immer sehr viel Spass.

Tatsächlich trinken wir jetzt sehr viel weniger. Nicht nur seltener, sondern vor allem mengenmässig. Für manche von uns ist es eine ganz neue Erfahrung, nach einem langen Tag nur ein einziges (kleines) kühles Bier zu trinken.  Weiterlesen

Alles zu Mexico

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Nun sind wir schon fast einen Monat nicht mehr in Mexico. Falls es jemand noch nicht mitbekommen hat: Wir haben uns zutiefst in das Land verliebt und wären fast nicht in der emotionalen Lage gewesen, die Grenze zu überqueren. Jetzt, mit etwas Abstand, wird einem klarer, warum das so ist. Darum hier eine kleine, persönliche Zusammenfassung zu unserem halben Jahr in Mexico.

Aufenthaltsdauer Mensch
Wer nach Mexico einreist, erhält problemlos 180 Tage Aufenthalt. Wir haben die Dauer fast komplett ausgereizt. Tatsächlich sind wir ungefähr eine Woche vor Ablauf zum Migrationsamt und haben gefragt, ob wir nicht verlängern könnten. Man teilte uns nett mit, dass es keinen legalen Weg gibt, das zu tun. Die einzige Möglichkeit wäre gewesen, aus- und einige Tage später wieder einzureisen. Aus heutiger Sicht sind wir froh, dass es nicht funktioniert hat, sonst wären wir wohl stracks zurück nach Zipolite gefahren und nie wieder von der Hängematte aufgestanden. Weiterlesen

Existenzangst im Einkaufszentrum

Nicht immer fröhlich, aber meistens: Ich.

Wir sitzen gerade in San Marcos am Lago Atitlan. Vorne im Dorfzentrum macht eine Art Guggenmusik ziemlich viel Lärm. Das Leben fühlt sich richtig gut an. Heute zumindest. Gerade habe ich mit einer guten Freundin telefoniert und ihr erzählt, wie gut es mir geht. Ausserdem, dass ich vor etwa zwei Wochen einen kleinen Nervenzusammenbruch hatte. Und wieso soll man nicht auch Nervenzusammenbrüche mal mit dem weiten Internet teilen. Denn anscheinend gibt es Leute, die denken, wir seien immer fröhlich. Weiterlesen

Wir sind noch da!

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Herzliche Grüsse aus Guatemala! Dass man (zumindest auf diesem Kanal) nichts von uns hört, hat einen grossen Grund. Unser Laptop ist seit einigen Wochen kaputt. In Mexiko konnten wir ihn nicht flicken lassen, weil die da ziemlich lahm waren und wir das Land verlassen mussten. Denn unsere 180 Tage Aufenthaltsdauer waren gezählt. Nach den Visa-Schwierigkeiten mit Belize entschieden wir uns, direkt nach Guatemala zu reisen. Das hiess aber, innert drei Tagen 1400 Kilometer runterzufahren. Weiterlesen

Wir sind die Freelancer, die du brauchst!

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Die Zeit ist gekommen. Wir haben wir die Schnauze voll vom ständigen Leben unter Palmen, am Meer und an der Sonne und können uns nichts Besseres vorstellen, als die Tage am Laptop zu verbringen – ein Satz, den noch nie jemand gesagt hat. Und doch steckt für uns ein wenig Wahrheit darin.

Acht Monate leben wir nun schon on the road. Eine Zeit, in der wir viel miteinander diskutiert und hinterfragt haben. Diese Reise ist bereits ganz anders, als wir sie uns vorgestellt hatten: Wir sind viel langsamer unterwegs, machen Lieblingsorte zum temporären Zuhause und geniessen die Ambivalenzen, die sich dadurch ergeben (Stadt – Land, Wald – Meer, Kälte – Wärme, supersozial – absolut unkommunikativ). Die vielleicht wichtigste Erkenntnis ist, dass wir fähig sein wollen, diese Art von Leben weiterhin zu führen, abgesehen von dieser Reise von Nord- nach Südamerika. Damit meinen wir nicht die Palmen (wobei wir sie natürlich nicht ablehnen!), sondern die Spontaneität, die Möglichkeit, dort zu sein, wo wir gerade am liebsten sein wollen (und wenn es die Schweiz ist) und dabei das zu tun, was wir lieben und gut können. Weiterlesen

Interviews von unterwegs

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Als Liechtensteiner*in (wie auch ich, Gabriella, eine bin) ist man auf der Welt ziemlich einzigartig. Ich habe mich gefragt, was wohl die Auslandsliechtensteiner*innen so treiben, was sie beschäftigt und warum sie das Land verlassen haben. Deshalb besuchen wir auf der Reise so viele von ihnen, wie wir können. Veröffentlicht werden die Interviews im Liechtensteiner Vaterland.

Hier die ersten drei:

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2 Wochen in Mexico City

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Es ist Ende Januar. Die Vorstellung, mit dem Bus durch die Stadt zu fahren, war schon zu Beginn nicht eines unserer Lieblingsthemen. Deshalb war es klar, dass wir Mexico City grossräumig umfahren, um Luz auf einem Campground, rund 40km ausserhalb, für die Dauer unseres Aufenthaltes zu parkieren. Selbstverständlich erwischten wir die falsche Aus-, respektive Einfahrt und Schwupps: Welcome to Mexico City Traffic! Da steckten wir nun, in Mitten hupender Autobusse, Pendler, Transporter, Taxis, und, und, und. Wir manövrierten uns aber recht souverän nach rund einer Stunde durch den zähen Verkehr und schafften es unbeschadet auf die Autobahn Richtung Camping.

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Campingplatz in Teotihuacan und ein Dalmatiner.

Dort quartierten wir Luz für zwei Wochen ein (140 Pesos pro Tag, das sind ca. 7 Franken/Dollar), packten unsere Siebensachen und machten uns auf in Richtung Airbnb, das wir in Roma Norte, einem hippen Quartier im Zentrum von Mexico, gebucht hatten. Weiterlesen

Mexico: Pazifikküste, Berge und Schmetterlinge

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Wir wussten, dass unsere Zeit in Baja nicht ewig so weitergehen konnte. Zumindest nicht, wenn wir diese Panamericana-Reise ernsthaft irgendwann abschliessen wollten! So haben wir ziemlich spontan die Fähre aufs Mexikanische Festland gebucht. Am 11. Januar fuhren wir also nach La Paz, um die 16-stündige Überfahrt nach Mazatlan anzutreten. Wir waren ziemlich aufgeregt, denn vor uns lag viel Unbekanntes. Die Fahrt war ruhig, wir durften im Van schlafen und Gabs wurde nicht mal seekrank. Wir waren die einzigen Nicht-Truckfahrer und Nicht-Matrosen auf der TCM-Fähre, die etwas günstiger ist als Baja-Ferries, welche eher auf Touristen ausgerichtet ist mit Schlafkabinen und so weiter. In Mazatlan angekommen: Viele Menschen, viel Grün und viel Verkehr. Wir kamen uns vor wie in einem neuen Mario-Kart-Level! Weiterlesen

Neues Jahr, gleicher Ort

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Feliz año nuevo! Es ist nicht schwer zu erraten, wo wir gerade sind: nämlich immer noch am selben Ort. Seit über zwei Monaten geniessen wir nun schon El Pescadero bei Todos Santos im Süden von Baja California. Die vergangenen beiden Wochen über Weihnachten und Neujahr haben wir mit Freunden aus der Schweiz hier verbracht. Sie alle sind oder waren für längere Zeit Vanreisende und es fühlte sich sehr schön an, mit Gleichgesinnten in die Zukunft und auf das kommende Jahr 2017 zu schauen.

Seit einigen Tagen wohnen wir also wieder am Strand Los Pedritos, wo alle Camper Halt zu machen scheinen. Als wir zum ersten Mal hier waren, fanden wir vielleicht fünf andere Vans vor – mittlerweile ist es ein richtiges Vandorf geworden. Viele sind Surfer, andere reisen auch der Panamericana entlang. Auf jeden Fall ist es sehr friedlich hier. Die Buckelwale sind gerade sehr aktiv und wir sehen sie täglich aus dem Wasser hüpfen. Genauso die Rochen und lustige silberne Fischli.

Wir wissen aber, dass wir nicht ewig hierbleiben können. Und langsam kitzelt es uns auch schon wieder unter den Reifen. Das Festland ruft! Bald werden wir Luz von La Paz nach Mazatlan verschiffen und bis mindestens Mitte April den Rest von Mexiko erkunden – viel länger dürfen wir ohnehin nicht in diesem schönen Land bleiben, denn unser Touristenvisum ist „nur“ 180 Tage gültig. Wir freuen uns besonders, da in dieser Zeit einige Besuche von Daheim anstehen.

Unsere Tage am Strand verbringen wir beide hauptsächlich damit, das kommende Jahr zu besprechen und so etwas wie einen Plan zu machen. Das ist nicht ganz einfach, da wir es sehr geniessen, spontan sein zu können und wie hier in El Pescadero einfach zu bleiben, wenn es uns gefällt. Doch es gibt Dinge, für die lohnt es sich zu planen. Zum Beispiel wollen wir in diesem Jahr sicher einen oder zwei Arbeitseinsätze leisten. Ob auf Kaffeefarmen oder in Schulen oder bei Schildkrötenorganisationen steht noch offen. Vielleicht hast du ja eine gute Idee oder kennst einen Ort in Mittelamerika, den wir aufsuchen könnten?

Daneben besuchen wir nach wie vor Auslands-Liechtensteiner und interviewen diese für das Liechtensteiner Vaterland. Die ersten beiden Interviews aus den USA sind bereits publiziert (leider nur in Print). Eine schöne Art und Weise, etwas Heimatgefühl aufkommen zu lassen, unterwegs zu arbeiten und auch etwas Geld zu verdienen. Wir merken generell, dass wir ziemlich produktiv sind und viel lesen und lernen.

Gabriellas Portrait über Slab City ist übrigens mittlerweile auf One Day Portray erschienen. Ein ziemlich sonderbarer Ort, den wir im Oktober besucht haben. So besonders, dass er mehr verdiente, als nur einen Blogbeitrag. 

Es geht uns also gut! Und sobald wir wieder unterwegs sind, gibt es hier hoffentlich mehr zu lesen.

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Hier sind wir wieder

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Hallo alle! Schön, wieder da zu sein. Luz stand einen Monat lang auf dem Parkplatz vom Yandara Yoga Institute hier im Süden von Baja California, Mexiko. Gabs hat sich ihrem Advanced Yoga Teacher Training und dem Life-Coach-Kurs gewidmet und Sandro hat sein Demo-Album aufgenommen.

Was für ein Monat! Es war eine wunderschöne Erfahrung, Teil der Yandara-Community zu sein und wir haben es sehr genossen, an diesem fantastischen Ort wachsen zu dürfen. Die Wüste ist magisch, die Wale schwammen jeden Tag vor der Haustür vorbei und die Sterne sieht man nirgends so gut wie hier!

Es ist schwierig, alles in Worte zu fassen. Wir haben auch kein einziges Foto gemacht. Aber in den kommenden Wochen werdet ihr die Früchte sehen, die in den letzten Wochen gesät wurden.

Wir bleiben über Weihnachten und Neujahr in der Gegend und werden die Tage mit Freunden verbringen, die bald ankommen. Darauf freuen wir uns sehr! Wir fühlen uns schon ziemlich zuhause hier in Pescadero. Was für ein Ort für Leute wie uns!

Inside Vanlife – Mehr als eine Reise

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Bald sind wir schon ein Dritteljahr unterwegs. Die ersten drei Monate in den USA waren geprägt vom Eingewöhnen und von Plänen, die wir schon Wochen und Monate zuvor gemacht hatten. Kaum in Mexiko angekommen, stellte sich eine ziemlich schöne und inspirierende Ruhe und Gelassenheit ein.

Wir sprechen oft über das alte Leben in Zürich und darüber, wie wir uns unsere Zukunft vorstellen. Manchmal haben wir das Gefühl, uns an der Nase nehmen zu müssen und besser den Moment zu geniessen, als schon an die Zeit danach zu denken.

Vor einigen Tagen aber hatten wir genau darüber ein sehr schönes und langes Gespräch beim täglichen Morgen-Maté. Warum sollten wir diese Reise so getrennt vom Leben in Zürich betrachten? Warum müssen wir jetzt das eine machen und wenn wir zurück sind etwas anderes? Warum beginnen wir nicht heute, unser Leben so zu gestalten, dass es uns während und nach unserer Reise wirklich gefällt? Wer sagt, dass diese Reise jemals zu Ende sein wird? Welche Möglichkeiten gibt es in dieser Hinsicht?

Uns wurde bewusst, dass wir bereits Mitten im neuen Leben stehen. Wir haben unsere Jobs und Wohnung aufgegeben, weil wir sie mehr gebraucht haben – wir haben nichts Neues mehr gelernt und inspirierend war es auch nicht wirklich.

Für diese Reise haben wir uns entschieden, um Zeit zu haben. Um einige Schritte zurückzunehmen und zu sehen, was wir machen wollen, wenn mal kein Druck da ist.

Und jetzt, nach nur schon so kurzer Zeit, fühlen wir, wie uns das Leben in eine bestimmte Richtung zieht. Einerseits im Bus immer südwärts, andererseits auf persönlicher Ebene. Letztere – das ist die wohl grösste Erkenntnis aus unserem Morgen-Gespräch – soll sich in Zukunft nicht mehr in Arbeit und Freizeit teilen. Das ist schon jetzt so. Wir arbeiten an verschiedenen Fronten immer mal wieder on the Road, aber wir entscheiden, wann und wie und wo. Wenn wir Lust auf ein langes Gespräch zum Frühstück haben, dann führen wir das und arbeiten am Nachmittag. Wir haben Zeit, uns in allem weiterzubilden, was uns schon immer interessiert hat. Wir lesen und lesen und lesen so viel wie noch nie. Wir halten kleine Workshops mit uns selbst, wenn wir Klarheit in einem Thema brauchen oder es diskutieren wollen. Wir hinterfragen alles, was wir bis jetzt im Leben gelernt haben. Wir begeben uns in jeden Flow, der sich anbietet. Wir diskutieren, planen und verwerfen. Wir spielen! Wir beginnen jetzt damit, das Leben zu führen, das wir in Zukunft führen wollen. Egal, wo wir sind.

Während unserem Gespräch mussten wir oft lachen. Ich meine, was ist das für ein Superklischee: Da verreisen sie mit dem VW-Bus, duschen nur noch einmal pro Woche und kommen schon nach wenigen Monaten mit Sinnhaftigkeit und Nachhaltigkeit und mimimi altes und neues Leben. Tja, das passiert einfach, wir können und wollen nichts dagegen tun. Denn es fühlt sich sehr befreiend an! Und: probiert es selbst aus. Es ist nicht einfach, sein Leben so auf den Kopf zu stellen, aber jeden Tag im Büro zu sitzen ist es auch nicht.

Wir lieben es, jeden Tag dazuzulernen. Darum sind wir ab Samstag aus Weiterbildungsgründen für einen Monat offline. Wir fahren mit Luz in ein Yoga-Institut hier im Süden von Baja. Gabs wird dort eine weitere Ausbildung als Yoga-Lehrerin und Life-Coach absolvieren und Sandro konzentriert sich auf seine Musik, Statistik und Spanisch.

Bis dahin, machts gut! <3

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Welcome to Tijuana!

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Mexico. Ob man schon da war, oder nicht, dieses Land ruft Bilder hervor. Von Kakteen, von Wüstenlandschaften, von Strohhüten, von Farben, von Tacos und Burritos und von Männern mit dichten schwarzen Schnäuzen. Guten Gewissens können wir bereits jetzt vermelden: Die Bilder in deinem Kopf sind alle wahr. Weiterlesen