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Alles zu Nicaragua

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Aufenthaltsdauer

Vom 90-Tage-Kontingent der CA4-Länder blieben uns für Nicaragua: etwas mehr als vier Wochen.

Route

El Paraiso – Leon- Las Penitas – Granada – Laguna de Apoyo – Masaya – Managua – Granada – Playa Maderas – San Juan del Sur – Ometepe

Ein paar Notizen 

Der Grenzübergang war eher chaotisch, und zwischenzeitlich standen wir auch mal ohne Pässe da, weil ein Grenzbeamter den Pass von Liechtenstein noch nie gesehen hatte, schnurstracks abmarschierte ohne verlauten zu lassen, wie lange diese Abklärungen dauern würden. Es ging dann aber alles fix über die Bühne, Gabs setzte sich ans Steuer und wir fuhren direkt nach Leon. Dort haben wir uns bei der Feuerwehr auf dem Parkplatz eingemietet – für 3 Franken pro Nacht. Easy. Das Kolonialstädtchen ist recht hektisch, hübsch, und irgendwie haben wir uns gleich wohlgefühlt, dort Freunde aus den USA getroffen und lustige Kinofilme geschaut (Baywatch, Super Woman).

Am Strand von Las Penitas haben wir ein paar Tage übernachtet, am eBook gearbeitet und die Weiterreise geplant. Die führte uns zum Beispiel zweimal nach Granada, einer Disney-Land-Kolonialstadt wo wir auf dem Parkplatz des Roten Kreuzes übernachtet haben (für zwei Franken pro Nacht = mehr Budget für coole Cafés), oder an die Laguna de Apoyo, einem fantastischen Flecken Erde direkt an einem Vulkankratersee mit dem klarsten Wasser, das wir jemals ausserhalb der Karibik gesehen haben.

Zudem durften/konnten/mussten  wir:

– das erste Mal in unserem Leben in einen aktiven Vulkankrater schauen (Masaya)
– im Bus zwei Tage in einer Autogarage auf einer Autohebebühne übernachten (in Managua, wo wir neue Stossdämpfer einbauen liessen)
– Fieber haben (Sandro in Playa Madeiras einen Tag, Gabs auf der Isla de Omepete länger als drei)
– den Bus auf einem kleinen Schiff auf die Vulkan-Insel Ometepe und wieder zurück verschifft
– hat Gabi in Playa Madeiras ein Opossum in einer Mülltonne befreit und es so vor dem sicheren Tod in der Büchse bewahrt <3

Und in San Juan del Sur haben wir einfach Zmittag gegessen.

Sicherheit

Auch in Nicaragua fühlten wir uns sicher – unsere Route führte uns auch immer an Plätze, wo wir nicht wildcampierten, also eigentlich immer mit Securitypersonal über Nacht easy verweilen konnten. Es wird von „unzähligen korrupten Polizeikontrollen berichtet“ – wir haben keine einzige gesehen.

Wasser

Uns wurde abgeraten, im nördlichen Teil von Nicaragua Leitungswasser zu trinken. Zudem erhielten wir den Hinweis, das Gemüse und Obst besonders gründlich zu waschen sei, weil es in der Regenzeit vermehrt zu Verschmutzungen der landwirtschaftlichen Flächen kommen könnte und ebenfalls das Grundwasser davon betroffen sei. Deshalb haben wir die bewährten 20-Liter-Behälter an Tankstellen gekauft und in unseren Wassertank abgefüllt. Für 2-3 Franken kommt man hier problemlos an Wasser. Erwischt hat uns der Käfer aber trotzdem, wir konnten aber nicht herausfinden, was es schlussendlich genau war.

Preise

Die nicaraguanische Währung ist der Cordoba. Das Preisniveau war in etwa mit Honduras und El Salvador vergleichbar und damit immer noch recht günstig. Das Warenangebot ist etwas grösser als in den beiden Länder zuvor – hier meinen wir vor allem das Supermarktangebot. Benzin ist günstig – rund ein Franken pro Liter.

Fazit

Nicaragua ist ein fantastisches Overlander-Land, das einfach zu bereisen ist. Hübsche Kolonialstädte, fantastische Strände (in der low season hat man überall viel Platz, vor allem an den Stränden) und sehr einfache Möglichkeiten, Vulkane zu besichtigen. Während fast 10 Tagen mussten wir uns von unseren Magen-Darm-Zirkus erholen, was unsere Reisepläne etwas beeinträchtigt hat. Besonders gut gefallen hat uns der progressive Vibe: das erste Mal sahen wir junge Paare zusammen auf der Strasse, sehr lebendige Fester mit feierlichen Reden zum Aufbruch im Land und die vielen Ökostromwindanlagen – ein absolut vorbildlicher Schritt, den Nicaragua hier im Rahmen des CO2-Veringerungs-Abkommens macht. Das einzig Komplizierte war dann die Ausreise nach Costa Rica – dies nur deshalb, weil der Grenzübergang sich auf ca. 2km erstreckt und es sehr schwierig ist, an die richtigen Checkpoints zu kommen. Für 5 Dollar spart man sich mit einem Helferlein eine Menge Zeit und Nerven.

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Ometepe.

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Adios Ometepe.

Alles zu Honduras

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Aufenthaltsdauer

Leider nur knapp zehn Tage. Da man insgesamt nur 90 Tage Aufenthalt in Nicaragua, Guatemala, Honduras und El Salvador erhält, mussten wir auf diesem Teil der Route etwas Gas geben.

Route

San Ignacio – Gracias – Lago de Yojoa – Tegucigalpa – Danli – El Paraiso

Ein paar Notizen 

Weil Honduras auf dem Weg nach Nicaragua sowieso durchquert werden muss, haben wir uns dafür entschieden, nicht direkt östlich nach El Salvador durchzubolzen, sondern über den Süden von Honduras nach Nicaragua zu fahren – wenn man schon mal da ist. Zudem hatten wir keinen Bock, an einem Tag von El Salvador auszureisen, in Honduras ein- und auszureisen und direkt nach Nicaragua zu fahren – ein Grenzübergang pro Tag ist genug.  Auch hier: nach El Salvador waren wir etwas entspannter was die „Gefährlichkeit“ dieses Landes betrifft. Fakt ist, dass sich die oft zitierte Mord-Statistik vor allem auf zwei, drei Orte im Norden (Richtung Karibik) beschränkt.

Wir fuhren nach dem eher langwierigen Grenzprozedere direkt nach Gracias. Die Fahrt zeigte uns Honduras bereits von einer sehr schönen Seite: weite, hügelige Landschaften, Pinienwälder, Strassen in bestem Zustand – so macht Roadtrippen Spass. Nach einer recht langen Anfahrt kehrten wir in der Finca Bavaria in Gracias ein. Der Stellplatz ist bei Overlandern beliebt, weil er direkt im Herzen des Kolonialstädtchens liegt. In Gracias haben wir vier Tage verbracht und waren vor allem für unser eBook produktiv. Dabei haben wir uns in der Regel vormittags in einem Kaffeeturmhaus und den Rest des Tages sonstwie im Städtli verbracht. Gracias wird nicht von so vielen Touristen besucht und wir spürten, dass wir etwas auffielen. Wir erlebten dort einige Stromausfälle, was in Sachen eBook schreiben etwas mühsam war, uns aber auch zwang, Pausen einzulegen. Am letzten Tag war das auch der Grund, weshalb wir nicht nochmals ins Turmkaffee gingen: kein Strom, also kein Internet.

Wir entschlossen uns, direkt in die nahe gelegenen Thermalbäder zu fahren. Ein richtiger Entscheid, denn wir hatten die ganze Anlage für uns! Wir chillten und setzten unsere Dusch-Zeitrechnung wieder zurück auf 0. Kaum Kaffee bestellt nach dem Bade, fuhren vier Schulbusse ein: Horden von Schülern stürmten die Bäder – wir suchten das Weite. Das nächste Ziel war der Lago de Yojoa: ein beliebter Ausflugsort. Der idyllisch gelegene See liegt am Fusse von diversen Minen und wird deshalb oft noch von Schwermetallen belastet – mit Baden haben wir also nicht gerechnet. Eine gemütliche vierstündige Anfahrt bis zum See, einkaufen unterwegs und ab zum ersten Campground, inmitten des Dschungels. Sah aus wie in Disneyland: Wanderwege, alle Bäume beschriftet, viele schöne Brüggli über Flüsse – hübsch! Aber eher für ältere Semester, wie wir finden. Hier auf diesem Platz wurden wir nach dem Regen von tausenden fliegenden Ameisenfaltern gejagt: nur mit dem T-Shirt fuchtelnd gelang es uns, in den Bus zurückzukehren: ein paar Dutzend Viecher schafften es trotzdem in den Van und wir hatten etwas Arbeit im Nahkampf.

Am nächsten Tag spazierten wir 300 Meter zurück auf dem Weg und fanden einen etwas attraktiveren Ort zum übernachten: eine riesige Wiese, geschützt von einem Wärter, direkt vor einer lokalen Brauerei. Recht hip und für Backpacker ausgestaltet, haben wir uns gleich wohlgefühlt. Zurück zum Luz, Sachen gepackt: adieu et merci, ab zum Bier! Wir genossen den easy Vibe, das gute Essen und die feinen Biere – natürlich. Werkelten weiter am eBook und planten die nächsten Tage. Eine weitere vierstündige Fahrt stand vor uns und führte an der Hauptstadt Tigucicalpa vorbei: sollte. Wir haben es wiedermal geschafft, wie in Mexico City und Guatemala City, die falsche Ausfahrt zu erwischen und durchquerten die Stadt zweimal, bis wir endlich rausfanden. Danach gings nach Danli – einem Vorort, wo viele Grenzgänger übernachten bevor sie nach Nicaragua einreisen.

Benzin, Strassen und Autofahren

Auch hier gilt praktisch dasselbe wie für El Salvador: Benzin hat ess überall, im gleichen preislichen Segment, die Strassen sind top. Honduras ist viel grösser als El Salvador und bietet deshalb etwas spektakulärere Weitsichten bei den schönen Passfahrten, die ziemlich an die Schweizer Berge erinnern! Verkehr absolut moderat.

Sicherheit

Die Sicherheitsleute stehen weiterhin überall gut präsent vor Lokalen, Tankstellen, Geldautomaten. Aber ansonsten, weil man es sich ja gewöhnt ist, gibt es nichts weiteres zu berichten. Wir fühlten uns sehr wohl!

Wasser

Trinkwasser zu kaufen ist praktisch an jeder Ecke möglich. Leitungswasser ist okay für Abwasch oder Duschen – aber kann nicht unbehandelt getrunken werden..

Preise

Die hondurianische Währung heisst Lempira. Das Preisniveau ist mit El Salvador vergleichbar und damit recht günstig. In Gracias assen wir jeweils für umgerechnet 2 Dollar pro Teller zu Mittag inklusive Getränk (siehe Foto unten).

Fazit

Honduras hat viel mehr zu bieten, als was wir hätten sehen und erleben können! Wir haben uns wegen der 90-Tage-Regel nur eine Woche im Land aufgehalten und dies eigentlich nur an zwei Orten – die haben uns aber fantastisch gefallen. Die Ruinen von Copan haben wir ausgelassen, weil es nicht auf dem Weg lag und wir nach Mexiko und Guatemala doch schon mehr als eine Handvoll Ruinen gesehen hatten.

Fotos haben wir leider fast keine gemacht. Wie immer, wenn wir ganz im Moment leben. Gäbe es Instagram nicht, würden wir wohl nie welche schiessen. Schreiben ist einfach viel eher unser Medium, sorry!

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Vegi und fein. Zwei Franken für dieses Tablett.

 

Theater um Luz in Tacoma

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Im letzten Post konnte man bereits lesen, dass das Warten auf unseren Van schon einiges an Geduld gekostet hat. Doch dass es am Ende so mühsam werden würde, hätten wir damals nicht gedacht. An die Ostküste zu verschiffen und quer durch die USA zu fahren, wäre wohl mindestens so schnell gegangen, wie den Van an die Westküste nach Tacoma zu verfrachten. Ein Schwank in vier Akten. Weiterlesen

So verschifft man einen Van an die US-Westküste

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Viele fragen uns, warum wir unseren Van nicht an der US-Westküste kaufen, wenn wir dort unsere Reise starten. Wir haben – um ehrlich zu sein – wirklich nur sehr beschränkte Ahnung von Autos und deren Technik. Deshalb wollten wir den Van hier kaufen, parat machen, kennen lernen und schliesslich verschiffen. Zudem kann das meiste Equipment mitgegeben werden. Hier haben wir mal die wichtigsten Dinge aufgelistet, die man bei einer Roll-on-Roll-off Verschiffung beachten muss – und unsere eigenen Erfahrungen und Adrenalinkicks bei der Abgabe des Vans. Gegen eine Container-Verschiffung haben wir uns aus Kostengründen entschieden und auch, weil die Organisation ein grosses Stück aufwändiger wäre. Weiterlesen

Das Leben in die Hand nehmen:
Vorsätze 2016

Bali Padang Padang Beach Ocean

Jaja, Vorsätze blablabla. Lassen wir doch ungute Gedanken beiseite und öffnen wir uns der Tatsache, dass ein neues Jahr eine wunderbare Gelegenheit ist, das Leben ins Positivere zu lenken. Zumal sich in diesem Jahr tatsächlich vieles in unseren Leben ändern wird. Dies sind Gabriellas (1-5) und Sandros (6-11) Vorsätze 2016.

1. Spass beim Joggen

Seit ich Mitte letzten Jahres mit dem Rennen begonnen habe, habe ich ziemlich grosse Fortschritte gemacht. Mittlerweile jogge ich ziemlich locker 10 Kilometer in einer Stunde. Doch irgendwie macht es mir noch nicht wirklich Spass. Ich fühle mich danach super, aber ich will daran arbeiten, das Ganze auch währenddessen zu geniessen. Mit mehr Achtsamkeit und Ruhe.

2. Mehr Yoga!

Nach dem Abschluss meiner Yogalehrerausbildung fehlen mir neben meiner täglichen Praxis die regelmässigen Yogawochenenden. Zudem möchte ich gerne mehr dazulernen. Ich habe schon ein Rückenyoga-Zertifikat gemacht, nun mache ich im März eine Weiterbildung in therapeutischem Yoga. Und natürlich will ich weiterhin als Yogastunden-Aushilfe tätig sein, das gibt mir enorm viel. Weiterlesen