Alles zu Guatemala

Aufenthaltsdauer

Guatemala ist das erste der CA-4 Länder, das wir bereisten. Insgesamt darf man im Staatenverbund von Guatemala, El Salvador, Honduras und Nicaragua 90 Tage verbringen. Dasselbe gilt für das Auto.

Route

Antigua – Rio Dulce – Flores – Tikal – Guatemala City – Chicacao – Lago Atitlan – Chichicastenango – Antigua

Orte

Antigua war unsere erste Destination, wo wir gleich fünf Tage verbrachten. Im Zentrum des hübschen Kolonialstädtchens darf man gratis auf dem bewachten Parkplatz bei der Touristenpolizei übernachten. Ideal, um die ersten Tage in Guatemala zu verbringen, Geld zu wechseln und in den hübschen Cafés die weiteren Planungen zu machen. Bevor wir nach El Salvador weiterreisten, sind wir dann nochmals für fünf Tage nach Antigua zurückgekehrt.

Flores im Norden ist ein hübsches, verschlafenes Städtlein auf einer kleinen Insel mit ungefähr 3000 Einwohnern. Wir übernachteten dort auf dem Weg nach Tikal im coolsten Hostel der Welt, wo wir den nötigen Schatten fanden – es war rund 40 Grad heiss zu dieser Zeit.

Auf die Ruinen von Tikal haben wir uns sehr gefreut, obwohl wir schon einige Maya-Städten in Mexico gesehen hatten. Wir starteten morgens um 6 Uhr mit einem Spaziergang in den Dschungel und hatten die gesamte Anlage in den frühen Morgenstunden für uns alleine – ein wirklich schöner Ausflug. Auf dem Rückweg vom Norden verweilten wir zwei Tage auf der Finca Ixobel in Poptun, einer märchenhaften Campinganlage mit den bisher besten Vegiburgern auf der ganzen Reise!

In Guatemala City haben wir nicht viel Zeit verbracht. Einmal waren wir unterwegs, um unser Macbook reparieren zu lassen (was bekanntlich nicht geklappt hat) und einmal, um Freunde zu treffen mit denen wir ein paar Tage auf ihre Kaffeefinca in Chicacao fuhren. Der Verkehr am Wochenende in der Stadt war das Übelste, das wir bis jetzt auf unserer Reise erlebt haben (und das will was heissen, nach LA und Mexico City). Sehr dicht, sehr laut, sehr abgasintensiv. Es erfordert Zeit und Nerven, bis einem Guatemala City wieder ausspuckt.

In Chicacao verbrachten wir ein paar schöne Tage inmitten des Dschungels auf einer reizenden Finca unserer Freunde. Wir haben einiges über das Kaffeebusiness und Gummibaumproduktion gelernt. Zum Pflichtprogramm für die Jungs gehörte auch, mit Pumpgun und Pistole in die Luft zu schiessen, um Präsenz zu markieren. Peng!

Am Lago Atitlan verbrachten wir die meiste Zeit unseres Aufenthaltes. Auf einem wunderschönen Campground etwas ausserhalb von San Marcos haben wir bei Pierre, einem ausgewanderten Franzosen, fast vier Wochen verbracht und viele Reisende getroffen. Die Atmosphäre war sehr familiär, und so blieben eigentlich alle Overlander mindestens drei Wochen auf dem Platz. Tagsüber verbrachten wir im hübschen San Marcos, wo man vielen Hippies und Yogis über den Weg läuft (wir sind nicht aufgefallen). Wir überquerten den See mehrmals mit dem Boottaxi, um Panajachel und San Pedro zu besuchen, oder um auf den Vulkan San Pedrito zu laufen (1200 Höhenmeter – zum Glück wussten wir nichts davon, der Ausblick war fantastisch!). Zudem besuchten wir auf einem Tagesauflug den berühmten Markt in Chichicastenango, wo wir Stoff für unsere Kissenüberzüge einkauften.

Benzin, Strassen, Autofahren

Die Versorgung mit Tankstellen ist ausreichend und Guatemala kann problemlos mit dem Fahrzeug bereist werden. Obwohl der Verkehr mit den unzähligen Lastwagen und den teilweise nicht so guten Strassenverhältnissen herausfordernd sein kann. Grundsätzlich fanden wir das Fahren im Vergleich zu Mexiko deutlich anstrengender, vor allem die Abgase in der Luft sind sehr intensiv.

Sicherheit

Wir fühlten uns die ganze Zeit über sicher und hatten nicht den Eindruck, in einem gefährlichen Land zu sein. Einen bekannten Strassenabschnitt an einem Vulkan haben wir mit einer Polizeieskorte absolviert – dies machen alle Overlander so und es ist ein eingespieltes Prozedere. Man bezahlt für die zehn Kilometer Begleitschutz etwas Benzingeld.

Sprache

In vielen Restaurants und Bars wird auch Englisch gesprochen. Viele verschiedene Dialekte und eigene Sprachen der verschiedenen indigenen Stämme hört man vor allem auf den Märkten – unmöglich, hier etwas zu verstehen! Aber mit Spanisch kommt man ansonsten am besten durch – problemlos.

Essen

Reis, Bohnen, Poulet und Tortillas bekommt man eigentlich überall. In den touristischen Dörfern um den Lago Atitlan findet man das eine oder andere hippe Kaffee, wo wir dann auch regelmässig Zeit verbrachten. Wir waren etwas verwöhnt von der kulinarischen Vielfalt Mexikos und erlebten das Angebot als etwas weniger abwechslungsreich. Aber: die guatemaltekischen Tortillas sind sicherlich die besten!

Wasser

Das Leitungswasser ist in der Regenzeit oft stärker belastet mit Bakterien und man sollte deshalb etwas Acht geben, beispielsweise beim Zähneputzen oder beim Abwasch. Ansonsten ist Trinkwasser in 20-Liter-Flaschen erhältlich, was für Camper ausgesprochen praktisch ist.

Preise und Bargeld

Guatemala ist verhältnismässig teuer, wenn man noch an das Preisniveau von Mexico gewohnt ist. Wir würden sagen, sogar etwa doppelt so teuer. Wir bezogen die Quetzales entweder via Mastercard (Maestro sahen wir nirgends) an den Bankomaten oder wechselten Dollars in Banken (gegen das Vorweisen des Passes). Wir hatten eine Bezugslimite von umgerechnet 200 Franken pro Tag. Und wir haben gelernt, dass bei Stromausfall im Dorf natürlich auch die Bankomaten kein Geld ausspucken. Deshalb hatten wir eigentlich immer etwas Reserve im Van.

Fazit

Uns hat Guatemala gut gefallen, insbesondere Antigua und der Lago Atitlan. Autofahren hat uns allerdings keinen Spass gemacht, vor allem wegen den Schlaglöchern und den intensiven Abgasen. Die Locals sind eher scheu, aber wenn man mit Spanisch auf die Leute zugeht, dann waren sie sehr hilfsbereit. Wenn wir die Aufenthaltsdauer der 90 Tage im CA-4 Raum nicht hätten, wären wir heute noch bei Pierre am Lago Atitlan.

OBACHT, jetzt kommt die Bilderflut!

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Wenn es regnet, wird die Party halt nach drinnen verschoben. Kein Problem in unserem Van, zum Glück!

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Hier haben wir Pizza gemacht. Für viele Leute in einem kleinen Ofen. War schön, ein richtiges Fest mit Freunden!

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Am Lago Atitlan bewegt man sich ausschliesslich mit dem Boot von Ort zu Ort. Hier mit unseren lieben Freunden in der Mitte.

Sandro hat in Antigua, gemeinsam mit einem neuen Freund, eine EP aufgenommen. Kommt bald!

Sandro hat in Antigua, gemeinsam mit einem neuen Freund, eine EP aufgenommen. Kommt bald!

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Aussicht auf den Lago Atitlan.

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Auf dem Markt in Chichicastenango.

Pierre und seine drei Freunde - und Sandro.

Pierre und seine drei Freunde – und Sandro.

Gabs in Antigua.

Gabs in Antigua.

 

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Tourist mageren Wuchses auf Pyramide in Tikal.

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Gabs 1 – Yogamatte 0. Auf dem Campground der Finca Ixobel in Poptun.

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So sah es aus in der Kaffeefinca im Dschungel.

Unsere Aussicht für einige Wochen.

Unsere Aussicht für einige Wochen.

Im Hostel in Flores.

Im Hostel in Flores.