2 Wochen in Mexico City

Es ist Ende Januar. Die Vorstellung, mit dem Bus durch die Stadt zu fahren, war schon zu Beginn nicht eines unserer Lieblingsthemen. Deshalb war es klar, dass wir Mexico City grossräumig umfahren, um Luz auf einem Campground, rund 40km ausserhalb, für die Dauer unseres Aufenthaltes zu parkieren. Selbstverständlich erwischten wir die falsche Aus-, respektive Einfahrt und Schwupps: Welcome to Mexico City Traffic! Da steckten wir nun, in Mitten hupender Autobusse, Pendler, Transporter, Taxis, und, und, und. Wir manövrierten uns aber recht souverän nach rund einer Stunde durch den zähen Verkehr und schafften es unbeschadet auf die Autobahn Richtung Camping.

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Campingplatz in Teotihuacan und ein Dalmatiner.

Dort quartierten wir Luz für zwei Wochen ein (140 Pesos pro Tag, das sind ca. 7 Franken/Dollar), packten unsere Siebensachen und machten uns auf in Richtung Airbnb, das wir in Roma Norte, einem hippen Quartier im Zentrum von Mexico, gebucht hatten.

Klingeln? Fehl am Platz. Es gibt keine Klingeln, keine Namen. Der Blick auf den Akku des Handy zeigt uns: 5% Restladung. Das reicht grade noch, um mit dem Vermieter Kontakt aufzunehmen, der dann auch rund eine Viertelstunde auf seinem Töff angerollt kommt. Ein sympathischer Typ um die 30 begrüsst uns herzlich und zeigt uns sogleich die kleine, aber coole Wohnung.

Seine rund 20 Zimmerpflanzen sind ihm ans Herz gewachsen, sie stehen aber seit den partyfreudigen Kaliforniern, die vor uns da wohnten, teilweise kurz vor dem Dürretod, was ihn ein wenig melancholisch stimmt. Pflanzengiessend erklärt er uns alles wichtige, seufzt und schwirrt dann auch gleich wieder ab. Was uns sofort auffällt: Es ist ziemlich kühl in der Stadt! Kein Wunder, auf über 2000 Metern über Meer.

Gleich am zweiten Tag war Sandros Geburtstag. Diesen haben wir mit einem Auswärts-Essen-Freipass am Tag gefeiert und am Abend haben wir es uns, wie früher, mit viel Bier in der eigenen Küche bequem gemacht und viel zu viel davon getrunken, das Jahr Revue passieren lassen und das Leben geliebt.

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37-jähriges Geburtstagskind.

In den nächsten Tagen besuchen uns Sandros Schwester Säbi mit ihrem Freund Silvio, und das Timing will es auch, dass weitere Freunde aus der Schweiz, Laura, Rafi und Rocco, ebenfalls in Mexico City eintreffen. Dieses durstige Trüppchen versteht sich so gut, dass Mezcal-Shots gerne schon vor dem Bier bestellt werden. Wir verbringen lustige Tage miteinander, Säbi und Silvio reisen weiter Richtung Yucatan und mit Laura, Rafi und Rocco schauen wir sogar noch bei einer Lucha Libre vorbei. Die Buben in Unterhosen unterhielten uns grossartig!

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Fotos fast alle von Laura <3

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Die Stadt, insbesondere die verkehrsarmen Quartiere rund um Roma Norte gefielen uns sehr gut und wir fühlen uns schnell wie zu Hause. Alles ist recht unkompliziert, sehr grün, die Leute ausgesprochen freundlich und wir hatten nie das Gefühl, Angst haben zu müssen – was ja irgendwie zum Klischee gehört wenn man über Mexico, speziell Mexico City liest. Innerhalb der Stadt bewegten wir uns vor allem mit Uber – viel einfacher, als den Taxifahrern mit dem eigenen Handy GPS den Weg zu weisen. Und: die kulinarische Vielfalt scheint schier unendlich in dieser Stadt, aber beim Tiger- und Löwenburger wurde es uns dann doch zu freaky…

Die Ruinen in Teotihuacan gehören zu den grössten des Landes und wir sind hin und weg!

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Es war fantastisch, so viel Besuch aus der Heimat zu haben! Danke, dass ihr da wart! Und Mexico City können wir wärmstens empfehlen.